Diesmal war es ein Traum.
Irgendwie sah ich alles aus der sicht eines Geistes der über dem geschehen schwebte.
Ich sah einen Mann der durch einen Wald lief.Zuerst dachte ich warum er es wohl so eilig hatte,bis ich die geräusche wahrnahm die ihm folgten.Das unterholz knackte und es raschelte.
Er lief aus dem Wald heraus auf eine alte Hütte zu vor der ein alter Mann stand.Gerade im letzten moment konnte er einem Schwerthieb des alten ausweichen und rutschte auf dem feuchten glatten Waldboden aus als etwas riesiges,schwarzes an ihm vorbeischnellte.Der junge Mann starrte ungläubig den riesigen Wolf an der sich auf den alten gestürzt hatte und sich in dessen kehle verbiß.Einen endlosen Augenblick stand der junge daneben und sah zu wie der alte Mann sich vergeblich im Schraubstock der mächtigen Kiefer wand.
Dann drehte der Knabe um und rannte ins Haus.
„Ein Wolf…ein Wolf“ schrie er.
Er schnappte sich einen Langbogen der an der Wand über dem feuer hing und zog eilig einen Pfeil aus einem Köcher neben der Tür.Er legte den Pfeil an den Bogen und zielte aus der Tür auf den Wolf während er versuchte den Bogen zu spannen.Er zog mit aller Kraft bis er zitterte aber der schwere Holzstab gab kaum nach.Keuchend entspannte er den Griff als er zu seiner verbitterung erkannte das der Bogen für einen Mann gemacht war der doppelt so stark war wie er.
Er hob den Bogen erneut und warf seine gesammte Panische kraft in das unnachgiebige Holz.Langsam begann der Bogen sich zu krümmen.
Eine Schwarzgekleidete Hand griff über seine Schulter und schlug ihm den Pfeil von der Sehne.
„Was zum…“ fluchte er und fuhr herum.Die weiteren worte vergass er bei dem Anblick der sich ihm bot.Ein schwarzer Mantel umhüllte die äthärische gestalt einer schlanken Frau.Unter der Umhüllung der Kaputze war ihre Haut im Mondlicht weiß wie alabaster,ihr Haar glänzte schwarz wie fließende seide und ihre leuchtend grünen Augen betrachteten ihn als hätten sie lange Zeit kein Menschliches Gesicht gesehen.
Drausen im Hof erscholl das Heulen des Wolfes,ein Jammern bitterer Verlassenheit.Die frau schaute zur Tür hinaus während sie langsam darauf zu glitt.
„Da draußen ist ein Wolf,der größte den ich je sah und ein toter Mann !“ flüsterte er ihr noch nach doch sie ging unbeirrt weiter.Drausen sah der silberne schein des Mondlichts die Frau langsam auf den Hof gehen.Der Mantel wogte hinter ihr im leichten Nachtwind der die Blätter erzittern ließ.
Der Wolf betrachtete aus einiger entfernung wie die Frau zu dem Leichnam ging und stumm darauf hinabblickte.Dann wante sie sich dem Wolf zu.Ihre augen waren erfüllt vom Kummer und Zorn die augenscheinlich nichts mit dem Jungen Mann oder dem Toten zu tun hatten.
Der Wolf war ein gewaltiges Tier.Sein dichtes Schwarzes Fell war von einem Silberschein umgeben ebenso wie die eingehüllte gestalt der Frau.Er begann sich langsam auf sie zu zu bewegen während sie in stiller gelassenheit im Mondlicht wartete.
Der Wolf umkreiste die Frau vorsichtig,schob sich näher heran,wich wieder zurück während sein fell sich kräuselte und seine wilden Bernsteinfarbenen Augen ihr Gesicht erfassten.
Die Frau lächelte wie sie einen lieben Freund anlächeln würde und streckte die Hand aus,lockte das Tier zu sich her.
Er trat näher,schnupperte an ihrer Hand und sein dunkelbefelcktes Maul öffnete sich.Der Wolf nahm den Arm der Frau zwischen die Zähne.Aber die blitzenden Zähne bissen nicht zu.Die Kiefer schlossen sich nur so wenig das es fast einer liebkosung glich.Dann lies er die Frau los die darufhin auf die Knie wechselte und ihren Arm sanft um den Nacken des Wolfes legt der unter der berührung erschauderte.Er senkte den Kopf in williger Ergebenheit ihrer Zuneigung.Nach einigen Minuten streckte er sich in seiner vollen Pracht und größe und ein Heulen entfuhr seiner Kehle das den Mond erbeben lies.So verschwand er in der Dunkelheit.
Wer vermag mir meine Träume zu deuten…was wollen mir die Bilder sagen ?