„Und wer behandelt dich dann wie eine Dame?“
Das musste niemand tun. Sie verhielt sich schließlich auch nicht wie eine. Noch weniger seit sie eine getroffen hatte. Ellena Elterror war das komplette Gegenteil von ihr. Und sie war wild entschlossen diesen Fakt noch weiter zu untermauern. Auch wenn er offensichtlicher nicht sein konnte. Selbst nach ihrem Gespräch, in dem sie eigentlich zu einer Einsicht gelangt war, blieb ein bitterer Beigeschmack haften. Etwas das fehlte…etwas das sie ihr niemals hätte ins Gesicht sagen können. Etwas wofür sie zwar nichts konnte, was ihr aber den Status als Miststück in Fianahs Kopf sicherte. Miststück…wohl ein Wort welches die Dame Elterror nie in den Mund nehmen würde. Nur im Geheimen, doch niemals öffentlich. Oh ja…sie waren wie Tag und Nacht. Und so würden sich auch ihre Bilder voneinander unterscheiden. Wobei beide eine klare Botschaft haben. Nur wird Fianahs Bild keine umständlichen Symbole brauchen um ihre Botschaft zu vermitteln. Rio scheint der Meinung sie könnten viel erreichen, würden sie sich zusammen tun. Vielleicht hat er auch Recht. Vermutlich könnte sie eine Menge von Ellena lernen. Aber dann bestünde die Gefahr, sie würden sich allmählich angleichen. Natürlich bestünde keine reelle Gefahr dafür, aber jeder kleine Funke in diese Richtung gehörte im Keim erstickt.
„Ich möchte einfach nicht dass es endet. Das Zusammensein. Die Geschichten.“
Das wollte sie auch nicht. Sie genoss die Leichtigkeit, wenn sie zusammen waren. Tranken. Rauchten. Redeten. Aber je mehr sie über alles nachdachte, formte sich ein Bild. Bilder…etwas das ihren Alltag nun zu beherrschen schien. Sie hatte ihm eines in den Kopf gesetzt. Eigentlich über ihn und Sinnargell. Doch er sagte es wäre nicht Sinnargells Gesicht gewesen, dass er gesehen hatte. Und nachdem was er getan hatte, war sie einfach nur verwirrt. Allerdings hatte er Recht. Es brachte nichts sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Sie würde ihn wohl einfach fragen müssen. Aber erst nachdem er die Skizze für das Bild angefertigt hatte. Es war besser es nicht sicher zu wissen, solange dies noch getan werden musste. Außerdem mochte sie was ihre Geschichten mit ihm anstellten. Geschichten die Ellena Elterror ganz gewiss nicht einmal denken würde.
„Es wäre sicher nur ein sehr kleiner Teil, der bereuen würde.“
Sie horchte in sich hinein. Bereute sie es? Vermutlich sollte sie. Das wäre anständig. Aber nein…da war keine Reue. Nur Zufriedenheit. Gepaart mit der Sehnsucht, die sie empfand wann immer er wieder verschwand. Nicht nur das sie nicht reute…nein…sie hatte es sogar genossen sich ihm hinzugeben. Aber Zweifel blieben. Würde das nun etwas ändern? An seinen Gefühlen? Seinen Absichten? Ja…er hatte sich entschieden. Aber manchmal fragte sie sich, ob er das nicht bereute. Denn sie war nun mal so vollkommen anders. Und eigentlich hielt sie nicht viel davon, wenn Vernunft über das Herz siegte. Aus Vernunft hatte er sie gefragt. Weil ihr Herz an ihm hängt, hatte sie ja gesagt. Manchmal fragte sie sich ob das reichen würde. Und dann fielen ihr seine Worte ein. Denen sie Glauben schenkte.
Wo die Liebe so alles hinfällt. Und dann – plöff – ist sie da.
Oder auch ganz schnell wieder weg…Das gabs ja auch schonmal 😉
Verwirrende Gedankensprünge in Fianahs Kopf! 😉
Da könnte man doch glatt was falsch verstehen, wenn man nicht eingeweiht ist…
Aber wenn sich Fianah und Ellena zusammentun würden, dann wäre das echt mal ein beängstigendes Team! 😀
Uh du hast Recht…man könnte es auch so interpretieren, dass sies mit Rio getrieben hat^^
*Notiz an mich* Nächstes Mal nicht mit Zitaten versuchen Dinge zu erzählen
Manchmal habe ich den Eindruck, Ellena wird maßlos überschätzt. erzähl der mal was von unkomplizierteren Abenden und Geschichten, da weint die doch glatt! Und woran die so denkt… Sehr unpolitisch, fürchte ich 🙂 Notiz an mich: Fianah nicht zum Feind haben, man weiß nie, was sie so undamenhaftes machen könnte.