Der gestrige Tag fing mit Kopfschmerzen an, aber egal Arschbacken zusammengekniffen und los. Günstig war der Tag um die eine Frage zu stellen. Perfekt, keiner da nur genau der, der zu antworten verdammt war. Es hatte den Anschein, dass es schon eine Weile her war das jemand eine Frage stellte, jedenfalls lies der Gesichtsausdruck des Fürsten darauf schließen. Oder er hatte einfach nicht gedacht das genau ich erscheine. Aber nach dem letzten Gespräch war es die einzige Frage welche Licht ins dunkel bringen würde. Wissen ist Macht und das nicht zu knapp. Oft dieser Tage wurde diese eine Frage gestellt, jeder sieht es nur er selbst noch nicht. Er hatte keine andere Wahl als ehrlich zu antworten. Kein verharmlosen, kein abwinken und kein strafender Blick. Da musste er durch. Besorgt also, sehr sogar. Wegen einem Fehler. Wenn die Stille immer lauter wird, ist es die Ruhe vor dem Sturm.
Lange ist es her das ich es sah, beinahe vergessen, doch nun zeigte es sich kurz aber prägnant, was sich noch schämend zu verbergen versucht.
Zwei Arten sind mir bekannt, die einen werden so geboren, die anderen werden dazu gemacht. Gemacht zu dem was sie nicht sein sollten. Sie neigen dazu nicht damit umgehen zu können, denn so fremd wie diese neuerliche Fratze dem Betrachter erscheint so fremd ist es ihm auch selbst.
Die einen sagen man muss es zähmen, die anderen sehen zu das sie Land gewinnen und wieder andere zieht genau das an.
Tief schlummert es in jedem von uns. Der Macher, er ganz allein, starrt in das Antlitz. Zähnefletschend und knurrend wird es seine kalten Klauen immer fester um ihn schließen. Der Anblick allein lässt dem ein oder anderen das Blut in den Adern gefrieren. Sabbernd und lechzend genießt es den Augenblick, diesen einen, bis zur Vollendung kostet es ihn voll und ganz aus. Keine Hoffnung kein entrinnen. Schlafende weckt man nicht, das Dankeschön dafür wird kommen.
Hoffentlich legt es sich dann wieder zur Ruhe. Hier erwartet es nichts weiter, hier bekommt es nichts, keiner würde es missen. Der Ort hier nicht der Lebensraum dieser Kreatur. Eid und Gesetz sind die Ketten und noch halten sie es.
Aber so furchterregend dieses Geschöpf auch sein mag, ist es doch auch nur ein Lebewesen, findet es nicht wonach es giert wird es anfangen sich selbst zu zerfleischen, vielleicht um dem dran nachzukommen doch etwas getan zu haben oder weil es resignierend feststellt das es selbst auch nur aus Fleisch und Blut besteht und keine Wunder vollbringen kann. Letztendlich ist es auch nur das was es auslaugt und kränklich macht, anfälliger für so vieles mehr was noch kommt.
Bin zwiegespalten, denn ganz offenkundig habe ich es überrascht, nicht kalt von hinten dafür warm, viel zu warm, dabei werde ich doch lieber unterschätzt als überschätzt. Aber mit viel Glück wird es das Gespräch vergessen. Nur ein Funke den ich in mir trage. Es hat Blut geleckt und will nun mehr. Antworten auf Fragen. Soviel zur Schattenseite.
Aber wo Schatten sind muss es auch Licht geben. Ich sah den Fürsten wieder lächeln. Hoffnung keimte in ihm auf. Er dankte es mit lobenden Worten, der Erste der diese sagte und damit auch der Letzte. Auch wenn es sich gut anfühlt, so ist es nicht mein Revier. Also aale ich mich schweigend so lange es geht darin und genieße die neuerliche Harmonie. Der Geier weiss wie lange sie anhält.
Die Beiden beschrieb ich mit Katz und Maus. Die Katze verfolgte mit funkelnden wachenden Augen die Maus ganz genau. Sie lauerte, lauerte nur darauf das die kleine putzige Maus mit den niedlichen kulleraugen einen Schritt zu weit geht. Nur einen einzigen. Mit viel Pech ist es erst dann vorbei. Mit Glück würde die Maus müde werden und hört auf die Katze zu ärgern. Aber vielleicht kommt ja noch ein großer prächtiger Falke des Weges und schnappt sich die Maus bevor die Katze sie erwischt. Oder ein Hund welcher die Katze vertreibt. Mäuse, für uns schädliches Getier, wo eine ist können die anderen nicht weit sein. Sind immer da wo es was zu holen gibt. Doch auch sie haben ihre Daseinsberechtigung , sie sind die Nahrung.
Ich mag solche Blogs. Wie der eine von Cinlir 😀
Hat sich gelohnt wach zu bleiben, wie ich sehe. 😉
Dem dazugehörigen Gespräch hätte man ja gerne beigewohnt. Liest sich toll der Blog.