Lange saß ich im Raum des Fürsten und der Baroness. Sanguisa war schon lange gegangen und ich wollte mich zuvor auch schon aus dem Raum begeben, als der Fürst mich gebeten hatte zu bleiben. Und nun saß ich da, starrt die beiden an, wie sie sich gegenüber standen.
Der Fürst hatte mich aus einem seltsamen Grunde gebeten zu bleiben. Ich verstand ihn erst später als ich die beiden mehrere Momente lang beobachtete.
Alejandro schenkte ihr eine Art Werbungsgeschenk, einen hauchdünnen wundervollen Schleier. Er sagte, dieser Schleier wäre das einzige was noch zwischen Ihnen stünde. Schon da merkte ich, wie nah sie sich doch schon zu gekommen sein schienen. Aber nur auf eine Basis der Gefühle. Denn ich sah sie sich, nicht berühren, eine lange Zeit, schauten sie sich an. Er kniete einmal nieder, gab ihr einen Kuss auf Ihren Handrücken, der jedoch mit dem Schleier noch bedeckt war. Doch die Berührung war sehr intensiv, wie die Baroness auch erwähnte.
Sie verhielten sich so, als wäre ich gar nicht da und ich fand die Begegnung sehr langwierig aber aus irgendeinem Grunde berührte es mein Herz. Sie schauten sich zwischendurch immer sehr lange an, auch ihre eigenen Hände schauten sie an. Doch sie berührten sich nicht. Ihre Blicke zeigten etwas seltsames. War es eine Art stummes Begehren?
Nach vielen Momenten, ich weiß nicht mehr genau wieviel Zeit verrinn.. vielleicht Stunden? Minuten? Ich kann es gar nicht so genau sagen. Auf jedenfall glaubte ich fast dahin zu schmelzen. Ich wollte jedwedige Störung vermeiden. So verriegelte ich ie Türe von innen.
Doch irgendwann, berührten sie sich nur an den Händen und baten mich die Tür aufzuriegeln. Und ich hätte glatt meinen können, die wären dabei gewesen sich mit ihren Blicken aufzufressen! So intensiv war diese Begegnung, so empfand ich sie und ich schwärmte für die beiden.
Ich begann zu begreifen, dass das Los des Adels ein sehr bittersüßes Los ist. Vor der Vermählung darf sich das Paar nicht unsittlich berühren. Gar der Ansatz für eine unsittliche Berührung, sei es auch nur ein Kuss! Würde verhöhnt werden, denn der zukünftige Bräutigam könnte doch…. ! Und deshalb, musste ich auch im Raum bleiben um stets die Zurückhaltung bezeugen zu können.
Was für Qualen müssen die beiden erleiden? Ich sehe, ich habe deutlich gesehen, dass eine stumme Leidenschaft, ein Begehren zwischen den beiden herrscht. Doch ob es Liebe ist? Das vermag ich noch nicht zu sagen … wir werden abwarten.
Und ich beneide die beiden, dass in ihren Kreisen eine so romantische Werbungsform die Sitte ist. Ich habe selbst noch nie einen Mann kennen gelernt, der um mich wirbt und sich gleichzeitig enthaltsam zurückhält. Allein die Worte, die Alejandro mir zuflüsterte ließen mir ein süßes Schauern über den Rücken fahren. Ich glaube ihm diese Worte.. ich glaube ihm, dass nach all dieser Zurückhaltung und stummen Begehrens, die erste Nacht um so schöner und leidenschaftlicher sein wird.
Aber ich ertappe mich dabei, wie ich mich danach sehnte, an der Baroness statt zu sein und von einem solch unglaublichen Mann umworben zu werden. Und doch, freue ich mich für die Baroness. Es gibt wohl keinen so einzigartigen Mann wie Alejandro Salas.
*Lysawyn für dickes Kompliment ganz dicke drück* *schnüff* *noch was cleveres sagen wollt* *aber einfach weiterschnüff*
Was cleveres wolltest du sagen? *g* Hehe dein Blog kam wohl irgendwie zeitgleich *fg*
In der Tat. Great minds think alike, nichwa. *g*
ooc: Wie immer, sehr schön ge- und beschrieben, Lys! *knuff*