Vertrauen und Glück

Elmion Valdoran
19. Juli 2008 • Kommentare: 0

*nach langer Zeit ist im privaten Notizbuch des Hauptmanns wieder ein Eintrag zu vernehmen*

Sie ist wieder da, auch wenn ich es nicht glauben wollte, gedacht habe dass meine Augen, mein Geruchssinn, meine Ohren… mir nur einen Streich spielen… sie ist zurück. Ihre Reise schien von Erfolg gekrönt, so ausgeglichen… ehrlich und vor allem glücklich habe ich sie lange nicht gesehen. Ich verbringe jede Minute meiner wenigen Zeit die mir bleibt an ihrer Seite, genieße den Duft ihres Haars, den so süßlichen Geschmack ihrer Lippen… den Klang ihrer Stimme, gefüllt mit Worten voll Liebe, Worte die nur für mich alleine bestimmt sind. Es ist wie früher, wie ein Neuanfang, und ich liebe sie noch wie in der ersten Minute. Vor ein paar Tagen noch stand ich vor dem Trümmerhaufen der mein Leben darstellt, nun… habe ich wieder Hoffnung. Jeder Moment ohne sie zieht sich hin wie ein ganzes Jahr, jede Sekunde die sie bei mir ist, scheint zwischen meinen Fingern zu zerrinnen. Ihre Nähe wieder zu spüren, ist wie nach einem endlos währenden Schlaf aufzuwachen und die Welt mit neuen Augen zu betrachten…. wenn Worte nur fassen könnten was ich für sie empfinde… doch glaube ich, nein… ich fühle, dass sie das gleiche für mich tut. Dass Gras scheint grüner, der Gesang der Vögel fröhlicher, der Himmel blauer… in ihrer Nähe plagt mich keine Sorge, keine Pein…. nur pures Glück ist es dass mich erfüllt.

Ich fühle mich, als hätte ich mein ganzes Leben auf diese Frau gewartet, die mir soviel gibt, und sowenig verlangt. Doch mein Herz gehört ihr, und ich werde nie wieder zulassen dass ihr leid geschieht… oder etwas uns entzweit. Es gibt 2 Personen für die ich mein Leben jederzeit opfern würde… Antain und… der Fürst, wobei erstere es nie von mir verlangen würde, zweiterer zur Zeit wohl eher. Er suchte mich gestern nach Dienstschluss in meinem Heim auf, warf mir vor ich hätte ihn belogen… nun, ich habe es nicht, aber ich habe ihm auch nicht die ganze Wahrheit erzählt. Es war ein Fehler es ihm nicht zu sagen, doch war es kein Fehler der mich an dem Abend dazu trieb, Antain zur Frau zu nehmen.
Ich habe also dass Vertrauen meines Fürsten verloren, was bin ich für ein Hauptmann, der dass Vertrauen seines eigenen Fürsten nicht mehr besitzt, so bin ich es doch, der für seine Sicherheit verantwortlich ist. Die Zeit wird diese Wunde heilen, ich werde alles daran setzen ihn nicht noch einmal zu enttäuschen… ihm zu zeigen, dass er mir vollends vertrauen kann.

Doch ihre pure Anwesenheit tröstet mich darüber hinweg, gibt mir Kraft, der Duft, der Geschmack, der Klang…. so muss es sein, wahre Liebe zu spüren. Und so fühl ich mich, trotz der Lasten, als der glücklichste Mensch auf Erden… die Fähigkeit zu fühlen, zu Lieben…. ist der Götter größtes Geschenk

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