Suronakh Part 3

Antain
7. Juli 2008 • Kommentare: 5

 

 

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Alte bekannte

 

Meine Wege führten mich durch die Wälder, ich brauchte neue Felle, Felle die mich wärmen würden, denn so langsam eröffnete sich mir mein Weg. Nichts ahnend jagte ich also den Eber auf dessen Fell ich es abgesehen hatte, obgleich mir die jagt nie schwer viel machte mir meine Müdigkeit zu schaffen, ich versuchte mich zu konzentrieren – den Eber im Auge zu behalten, ich schlich mich an – ich war ganz leise, selbst mein Atem verriet mich nicht,.. bis… – das knacken eines Astes, ein gemecker .. ein Mensch… ich knurrte auf und riss herum „ Du versaust mir die Jagt!!!“ brüllte ich ihm entgegen als der Eber aufgeschreckt davon rannte.

 

Ich sah es eigentlich gar nicht als nötig an mich mit diesen ungeübten Kerl näher zu befassen, also drehte ich mich weg um erneut Ausschau nach den Eber zu halten, er war mein und sein Fell würde bald um meine Hüfte liegen …

 

 

„ Was.. wie.. wer? .. Antain??“ erklang die verdutzte Stimme des Jungen eh sich das Mädchen zu ihm drehte. „ Errr? . .. du kennst meinen Nam- …“ Antain verschluckte die letzten Buchstaben des Wortes als sie erkannte wer da vor ihr stand und hätte sie nicht eine solch dunkle Hautfarbe, würde man sehen das sie weiß anlief.

 

„ Ich… gehe nur Spazieren.. und du?.. was machst du hier? . .“ Er sprach ebenso verdutzt darüber sie hier zu sehen wie sie es wohl auch war. „ Ich.. jage, zumindest versuchte ich es bis du eben meine Beute verscheucht hast … . wir haben uns lange nicht gesehen .. .“ Sie blickte zu Boden, sie wusste ja was sie Elmion versprochen hatte, doch wo sollte sie denn noch hin?.. Etwa nach Mordor? …

 

Ich dachte immer, wenn man einen Strich zieht ist es egal wie dick oder dünn er ist,.. symbolisch sollten sie doch ein und die selbe Bedeutung haben, oder etwa nicht? Er kam näher, wohl näher als gedacht? .. Ich weiß nicht, ich ging immer wieder auf Abstand.. Elmion, ich war nicht auf der Suche nach ihm.. oder nach der Frage ob der Beziehung die ich mit Elmion habe.. Ich weiß ja das es nicht einfach werden sollte, der Fürst sagte es,.. aber warum verdammt… holt mich die Vergangenheit so unfair ein? .. Tat ich nicht alles um es jeden recht zu machen? ….

 

„ Du siehst gut aus“ Sprach der Junge unbefangen, er schien sich wohl zu freuen, darüber Antain nach so langer Zeit einmal wieder zu sehen – Antain hingegen wusste nicht recht mit der Situation um zugehen. Sie drehte sich um „ lass uns ein Stück gehen“ Sprach sie um das schweigen ihrerseits zu brechen, es viel ihr schwer ein Gespräch mit ihm zu führen. Langsam setzte sie ihre Schritte um mehr Zeit zu haben um über ihre Worte nachdenken zu können, seine Anwesenheit machte sie unsicher, ließ sie wieder zweifeln, erneut stellte sie sich die alten Fragen die sie eigentlich schon von sich geschoben hatte.

 

Suchen und finden, zwei Dinge die ich tun sollte wobei sich manchmal das finden als schwieriger erweist als das suchen und meist sind es Dinge die ich gar nicht finden will…

 

Hatten wir nicht ein Schlusstrich gezogen? Marathil?….“

 

Vielleicht… war er nicht.. dick genug? Antain? …“

 

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Ein weiterer Traum

 

Wieder einmal steht sie auf der Lichtung, dort wo sie die letzten Nächte immer wieder ‚Erwachte‘.

Der Warg stand bereits neben ihr und schien darauf zu warten das sie ihre Schritte setzte. Antain blickte hinab zu ihm, hockte sich hin und schob ohne nach zu denken ihre Hand durch sein Fell, entgegen der Optik war es weich und schien gepflegt, dieses blutige rostbraun schimmerte im Licht der Sonne „ Du bist nicht so, wie ein Warg sein sollte …“ sprach das Mädchen in einem flüsternden Ton, als wolle sie nicht das ein Anderer sie bemerkt. Suronakh hob den Schädel und schob seine Schnauze nah vor ihrer Nase, ein leichter Stubser – Nase an Nase- er bleckte die Zähne und knurrte leise, es war wohl mehr ein Brummen als ein Knurren, Antain schmunzelte und griff etwas fester in sein Nackenfell. Suronakh duckte sich, ließ sich sinken und zog die Beine an sich. Antain schaute verdutzt ob seiner Reaktion, sie musterte seine unterwürfige Haltung.

 

 

Suronakh blickte zu ihr, schob abermals seinen Schädel vor und leckte ihr mit seiner rauen Zunge, quer über ihr Gesicht, sie kicherte auf und wischte sich hektisch mit den Handrücken über ihre Haut.

 

Sie ließ sich einfach auf die Seite fallen und schloss die Augen, sie spürte wie Suronakh sich neben ihr niederließ, er lag ganz nah bei ihr, wie alte Freunde die schon tausend mal dem Tod entgegen sahen, die Luft hier oben in den Ettenöden schien nicht anders als die in Bruchtal, die Sonne nicht Kälter als in Bree und der Wind nicht schneidender als im Nebelgebirge. Sie hatte sich wohl Unterschiede erhofft die ihr aufzeigten das es ‚zu Hause‘ besser ist als hier, doch sie fand keine, so sehr sie auch suchte.

 

Eine Hand legte sich auf ihre Wange, sachte – fast zärtlich strich sie über ihre Haut hinab zu ihren Hals, sie wagte es nicht ihre Augen zu öffnen.

 

„Ich hatte nicht gedacht das du den Weg zu mir findest“ erklang eine Stimme, nahe – säuselnd – neben ihren Ohr, Lippen die über ihre Wange strichen berührten sie nicht mehr als das streichen des Windes, eine Hand glitt über ihre Hüfte hinauf zu ihren Bauch, leicht strichen die Finger zwischen ihren Brüsten hinauf zu ihren Hals. Die Finger legen sich um ihren Hals in einem leichten Druck schmiegen sie sich an ihren Kehlkopf. „ Ich dachte du würdest meine Rufe nicht hören…“ Die Stimme eines jungen Mannes war es die in ihre Gedanken drang und noch immer traue sie sich nicht die Augen zu öffnen.

 

„Seid dem ich denken kann.. rufe ich dich schon..“ sprach er weiter, sachte berührten seine Lippen ihren Hals als sie zu Flüstern begann. „ Dann habe ich es mir nie eingebildet?… Sie sagten mir.. ich würde es mir nur einbilden.. es sei nur Lüge…“ vorsichtig formulierte sie die Worte als sie sich traute die Augen zu öffnen…

 

Es war niemand da,.. Suronakh lag noch immer als eben jener Warg neben ihr, den Kopf auf ihren Bauch liegend schien er vor sich hin zu dösen….

 

 

Verfluchte… Träume .. .

 

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  1. Rodgar sagt:

    *schnurr* das ist…Unglaublich schön geschrieben.Wahnsinn…*gleich nochmal liest*

  2. Marathil sagt:

    *von seinem Stuhl aufsteh und in die Hände klatsch* echt geil geschrieben.

    und juhu, Mara kommt wiedermal in nem Blog vor 😉

    *es Rod gleich tu und nochmals liest*

  3. Liniath sagt:

    XD was los elmo?

  4. constancia sagt:

    Sehr gut geschrieben. Davon mehr bitte …
    *seufz*

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