Ein weiteres Treffen liegt hinter uns. Bemerkenswert wie viel Abend in wie wenig Zeit geht. Heute Abend habe ich Yaerdis von Sonnenwind zu treffen. Sie erwähnte ihre Auszubildende dabei zu haben. Ich selbst werde alleine und unbewaffnet erscheinen. Die Spannung steigt von wievielen der Ihren sie nun tatsächlich umgeben sein wird. Aber dazu wohl mehr morgen. Bis dahin wies ich die anderen an sich ruhig zu verhalten und vorsichtig zu sein in dem was sie sagen. Sie präsentieren das Haus nach außen. Jeder von ihnen. Immer.
Auf dem Treffen war Ellena zugegen. Sie war sehr still. Beunruhigend still. Womöglich wegen der Sache um meinen Bruder. Seine Erhebung muß ich ebenfalls noch durchführen, das aber unter vier Augen. Alles andere würde ihn zu nervös machen. Ich glaube, sie sprach so wenig weil ich erstens neben ihr stand und zweitens auch Sethur zugegen war. Seine Worte im Brief an Atherton waren äußerst ungünstig gewählt. Er hatte mich falsch verstanden und wohl gescheut nachzufragen. Oder war sich einfach zu sicher in seiner Annahme er wisse worum es gehe. Dennoch, Ellenas Groll verfliegt hoffentlich sobald mein Bruder einen Siegelring trägt. Und Sethur? Nein, ich denke nicht, daß er einen derartigen Fehler wiederholen wird. Ich habe Hoffnung, daß er ein guter Kämmerer wird. Auch wenn mir das Herz blutet wenn ich daran denke wessen Stelle er einnimmt. Alrich in Uniform zu sehen – schmerzt.
Währenddessen scheint Elmion Cardaan in Zarroc einen guten Unteroffizier gefunden zu haben. Letzterer schlug weiteres Training vor. Die vereinten Anstrengungen der beiden Männer die neuen Rekruten auszubilden und die bereits vorhandenen Wachen und andere Waffentüchtige auszubilden sollten hoffentlich genügen, um diese elende Diplomatin davon zu überzeugen, daß Minas Faer für den Krieg rüstet. Diese wiederum hustet auffällig oft im Schlaf. Alrich meinte, ich solle ihre Schwäche finden. Aber ein schwacher Körper allein wird längst nicht genügen. Ich werde Lluvia damit beauftragen müssen.
Es gelang Lluvia herauszufinden, was in aller Welt mit Nilda geschah. Eine Frau mit Namen Seijira nahm ihr Leben. Laut ihrer Aussage habe Nilda ihren Bruder getötet. Es wird uns nicht mehr möglich sein zu prüfen ob sie log oder nicht. Lluvia leistete gute Arbeit. Ich weiß, daß er Hilfe von Außen hatte. Bei der Dame werde ich mich noch seperat bedanken müssen. Jedenfalls ließ ich den Haushalt über mögliche Konsequenzen abstimmen. Einer für Tod, einer für Freilassung, ein paar war es schlicht egal – aber die überwältigende Mehrheit stimmte dafür, daß eine andere Strafe gefunden werde. An die Umsetzung hierzu mache ich mich nunmehr seit jenem Abend. Es wird nicht schön werden. Und geregnet hat es auch lange nicht mehr.
Zu meiner Überraschung waren Sanguisa und Charls beide zugegen, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten. Es sollte mich zwar nicht verwundern, dennoch war es seltsam nicht auch Rodgar zu sehen. Vielleicht sollte ich anfangen Wetten abzuschließen.
Sowohl Kashin als auch Felan waren aus der Kavallerie zugegen. Lluvia zufolge ist er fast fertig damit Narbenauge auf Tauglichkeit zu prüfen. Ich frage mich, ob Kashin in dieser Sache mitmischt. Draganta bat ebenfalls um Versetzung in die Kavallerie. Bleibt die Frage ob er weiß, worauf er sich da einläßt. Er sucht Constancias Nähe, welche immernoch Dank Sonnenwind in Frage gestellt wird. Interessant wird sicherlich, wie die Dinge morgen um sie stehen. Und Draganta? Er scheint treu zu ihr. Wo sie ist, wird er sein. Kavallerie oder nicht.
Zu den eher leiseren Gästen gehörten diesmal Mynerya, Furbor und Najisa. Dann wiederum sind die drei nie sonderlich gesprächig. Dennoch hatte ich halb erwartet, daß die Schreiberin Immertreu im Schlepptau hätte, was leider enttäuscht wurde. Auch Furbor war nicht in Mewens Begleitung, was mich ebenfalls erstaunt. Mynerya hörte ich zwar mit Ellena sprechen, ich weiß aber nicht worum es ging, dafür stand ich stet zu weit weg. Es wäre am einfachsten sie zu fragen. Aber das könnte ja jeder.
Zur Garde wurde ein neuer Mann aufgenommen. Besser, ein Zwerg. Njodorin zeichnet sich schon allein dadurch aus, daß er es schaffte sowohl Ellena als auch Giselher schon zu beeindrucken, ehe er auch nur das erste Wort mit mir gewechselt hatte. Auch Hauptmann Cardaan schien alles andere als unglücklich über den Zugewinn durch diesen Zwerg. Ich persönlich kenne Zwerge als äußerst resolute und loyale Kämpfer. Dronin freut sich wahrscheinlich über die Gesellschaft. So auch der Braumeister.
Die Kriegsvorbereitungen und wohl nicht zuletzt auch die Veränderungen ihres Körpers hielten meinen geliebten Wind davon ab an diesem Treffen teilzunehmen. Und ich gestehe, es macht mich wahnsinnig sie nicht bei mir zu wissen. Ich kann nicht immer nach ihr sehen, wenn mir danach ist. Und all das, was früher süße Vorfreude war ist nun Frustration darüber, daß sie Arbeiten erledigen muß, welche ihr einzig durch den Haushalt auferlegt sind. Fast schon verwunderlich, daß mir Lluvia dafür noch nicht den Kopf gewaschen hat. Aber er wägt wohl immernoch mit seinem Gewissen ab was man mit Mördern tut und was nicht. Er hat eine seltsame Art zu drohen.
Ach, Wind… Ich bin sicher eure Luft fehlt ihm ebenso wie mir. Und auch dem anderen. Sogar mit ihm würde ich teilen, wärt ihr dafür nur hier. Aber wir alle werden uns in Geduld üben. Bis wir euch wieder hören und spüren.
Hach ja… der Wind. Der kommt schon wieder. Kopf hoch 🙂
*el Fürst für „die Brief-Affäre“ auf die Schulter klopf* Guter fürst 😉
danke für die guten worte an den zwerg 🙂
*schweigt*
Und ….Lobt aber nur in Gedanken*
Hey…hier wird nich gewettet^^
ooc: Der Wind will quasi gen Heimat stürmen… 🙁