Von Sorgen und Reitstunden

Fianah Rattner
2. Februar 2010 • Kommentare: 5

Hatte ein Gespräch mit Heridan. Habe meine Zweifel nochmal geäußert und versucht meine Situation darzulegen. So richtig kams glaube ich nicht an, aber ich habe mich vermutlich auch nicht treffend genug ausgedrückt. Trotzdem hat er versucht mir Mut zu machen. Von einer Gemeinschaft, die aufeinander aufpasst, geredet. Klingt ja nett, aber die Anhänge finde ich sehr gewöhnungsbedürftig. Er sprach von Sittsamkeit und das ich den Fürst entehren würde, wenn ich…unsittliche Dinge tue. Nicht das sowas in meiner Absicht läge, aber ich find den Gedanken immer aufpassen zu müssen was man sagt oder tut, ziemlich befremdlich. In passenden Momenten die Klappe zu halten, habe ich ja auf die unsanfte Weise lernen müssen…Trotzdem, was geht es denn den Fürst an wann und mit wem ich mein Bett teile. Ein weiteres Indiz für die Heuchelei am Hof. Heridan sagte nämlich, solange es keiner weiß, bzw. nicht die falschen Personen wissen, würde es auch geduldet. Nun ja…ein Thema das ich vorerst sowieso als abgehakt betrachte. Sollte Tarik nochmal den Weg in mein Schlafzimmer finden, dann nur um sich von mir hochkant wieder rausschmeißen zu lassen. Mittlerweile finde ich den Gedanken, dass unten die Wachen schlafen gar nicht mehr so übel.

Ich muss gestehen, dass ich mir ein wenig Sorgen mache…Das Gespräch mit Heridan nahm letzendlich wieder eine wissenschaftliche Form an. Es ging um Bestandteile verschiedener Stoffe. Ich erläutere das lieber nicht genauer. Außerdem liest das hier ja eh keiner. Jedenfalls klang es interessant Blut auf seine Bestandteile…wie war das Wort noch gleich…Ingrezien…zu untersuchen. Ohne mit der Wimper zu zucken, stach Heridan sich selbst mit einer Nadel und ließ Blut, sein eigenes, in ein Gefäß tropfen. Ich habe keine Ahnung wie er dazu gekommen ist, so…so…eiskalt in dieser Hinsicht zu sein. Ich habe fast das Gefühl, alles wofür er lebt, ist seine Arbeit. Und sowas ist nicht gut für ein Gemüt. Man braucht doch irgendeinen anderen Ausgleich. Ich denke, wenn es mir selbst wieder besser geht, werde ich mich damit genauer beschäftigen und versuchen ihn mal auf andere Gedanken zu bringen. Vielleicht zeige ich ihm mal, dass Pferde auch anders können, als ihm auf den Fuß zu machen.

Da wären wir bei meinen Reitstunden…Irgendwie hab ich mir die anders vorgestellt. Ich hatte mich schon so darauf gefreut endlich mal selbst reiten zu können und dann…Dann saß ich nur auf einem, über den Zaun geworfenem Strohballen mit Sattel. Ich kam mir so bescheuert vor…wobei ich glaube ein Zaun ist immernoch besser als ein Fass. Letzendlich habe ich schon eine Menge darüber gelernt wie man mit einem Pferd umzugehen hat. Trotzdem war ich ein wenig enttäuscht. Hoffentlich hält Atherton sein Versprechen, dass ich nächstes Mal auf ein echtes Pferd kann. Dazu sollte ich allerdings noch ein wenig üben…Werde ich gleich angehen.

Ein feines Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie aus dem Bett krabbelte und nach draußen schlenderte. Wieder war es ein Zaun, auf den sie kletterte. Etwas wacklig richtete sie sich auf und streckte beide Arme von sich. Sie biss sich auf die Unterlippe und balancierte vorsichtig los. Das würde, so dachte Fianah, sicherlich ausreichen, um ihr Gleichgewicht zu trainieren.

  1. Saladoc sagt:

    Warum halten alle den Alchemisten für einen Freak? xD

  2. Fianah sagt:

    Tut sie ja nicht…Sie macht sich nur Sorgen.

  3. Cinlir Winthallan sagt:

    Weil er ein Freak ist.

    Hrrhrr. Siehste! Zäune sind dein Freund. *g*

  4. Sethur sagt:

    /Solan sign. 😛 Ist er! Gerade deshalb wird das noch amüsant mit Sethur. Schließlich ist das auch ein Freak.

  5. Elmion sagt:

    Irgendwie gefällt mir die Vorstellung wie der „Männerbesuch“ morgens aus dem Obergeschoss kommt und Elmion ihn wegen Hausfriedensbruch gleich hinrichtet während er seinen Morgentee trinkt *g* Der Fürst hat sich da ja als dass das letzte mal vorkam mehr als deutlichst ausgedrückt. 😀

Du musst eingeloggt sein, um zu kommentieren.