Das Ende des Weg’s

Eondra
11. November 2010 • Kommentare: 3

Die Seite des Diariums ziert ein gezeichneter Pfad. An zwei Stellen sich gabelnd, sind diese jedoch irgendwann von Geröll versperrt, unüberwindlich, während der dritte und letzte Weg sich verliert.. irgendwo.

 Es sind Tage und Momente wie diese, diewohl in Erinnerung bleiben. Nicht weil sie besonders wären, nicht weil man sie erlebt und sie als erlebenswert erachtet..  sondern weil sie einschneidend sind. In welcher Art auch immer, meist auf eine negative. So auch dieser. Die Nacht nahm kein Ende, noch immer sitze ich hier ohne Schlaf gefunden zu haben, noch immer nachdenkend über das was geschehen ist, denn noch immer begreife ich es nicht. Nichts von allem.  Ist es wirklich so vermessen zu sagen, man ist glücklich? Ist es falsch, wenn man glaubt etwas gefunden zu haben, das einem als erstrebenswert und teuer ist? Ich weiß es nicht..  Denn alles was ich bisher tat, war nicht das was ich wohl hätte tun sollen. Alles was ich sagte, hätte verschwiegen bleiben sollen. Die Steine meiner Mauer die ich nach den Monaten..  Jahren bei Ceynan um mich aufgebaut hatte, fiel Stück um Stück als sie mich wirklich erreichte. Heute?  Sehne ich diese Mauer zurück, jeden Stein, jeden Kiesel ..  Tage noch zuvor, ich weiß nicht ob ich je so gefühlt hatte. Hätte man mich zurück nach Schragen geschickt, ich hätte aus purer Euphorie ein Angriff auf sämtliche Orklager bestritten..  nach allem was an Schatten auf Cwenwesc’s und mein, ja, auf unserem gemeinsamen Glück lag, hielt ich um die Hand von ihr an..  in allen Ehren und Regeln und der Fürst, er gab uns seinen Segen! Er tat dies nach allem was war! Und nun stehe ich hier, mit nichts vor mir als erneut Bruchstücken und Scherben eines Wegs, von dem ich nicht mehr weiß wie es weitergehen soll. Vorbei…    erneut. Und ich begreife es nicht.  Wieder und wieder hallen Wortfetzen des Fürsten durch meinen Sinn. „..sie wird zurück nach Gondor zu ihrem Vater geschickt.“ „..sieht in meinen Worten einen Vertrauensbruch..“  Und je mehr ich nachdenke, desto weniger will oder kann ich begreifen. Es ist wie Sand, feiner Sand.. den man schöpft und der langsam durch die Finger rinnt.  Wofür das alles? Nach verdammten Monaten in denen ich einmal die Woche in die verdammten Stallungen geschickt wurde, ertragen habe WAS dort drin geschah, nach Monaten in denen mir fast das Fleisch vom Rücken gefetzt wurde..  nur weil hier eine Gabel zu Boden fiel, das Schwert falsch geschliffen oder der Steigbügel zu lang war..  nach allem was dananch kam, Selbstrichtung, ich glaubte sie bereits verloren..  doch schickten die Valar sie zurück zu mir, ein Augenblick in dem ich das erste mal wirklich begriff, Tränen..  nicht immer zeigen sie Schwäche. Am Ende verlor ich alles…  doch ich bin ein Mann Rohans. Eorlingas, stolz und aufrecht..  noch immer. So sei es denn. Mein Herz wird schweigen, die Erinnerungen werden bleiben – doch verschlossen in mir. Nichts was mich derartig je wieder berühren soll – vorbei, abgeschlossen.  Mein Weg? Nicht mehr der alte. Ich werde Sir Aldorn aufsuchen müssen. Mein Dienst als Knappe endet mit dem was genommen, es gibt keinen Grund mehr dafür, nichts. Ich werde diesen Weg ablegen.   Einzig was bleibt, ist der Eid. Blut für Blut..   aye – mein Leben für das jener die den Namen tragen, welcher mehr wurde als ich geglaubt hatte. So sei auch dies..   doch nicht länger als Knappe. Nicht länger mit dem Weg der einst zum Ritter geführt hätte..  irgendwann.   Einzig und allein als Wache, Gardist..  bezeichne man es als was auch immer. Mir ist es gleich. Farben verblassen, so wie auch Erinnerung verblassen wird..  Mi agraidh athù..  Cwenwesc, finde deinen Weg und werde glücklich. Das ist alles was ich Dir wünschen kann..  und erinnere dich nicht…und erinnerst Du dich doch, so wisse..  es wird sich niemals ändern, was Dir gehörte wird es noch in Jahren tun und nie wird jemand anders an Deiner Stelle sein – mi heart is youre..

  1. Cinlir Winthallan sagt:

    Dazu sage ich mal: Sand von euren Schultern, Hüter des Wassers.

  2. Giselher Aldorn sagt:

    Tjaha der Hüter des Wasser wird ganz schön stanen- 🙁

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