Bregon Strago – Tagebuch III

Bregon Strago
12. November 2008 • Kommentare: 0

Was ist es, das uns dazu bewegt, so am Leben zu hängen?

Schließlich müssen wir doch alle früher oder später sterben.
Für viele ist es wohl der Schmerz.

Nicht der Schmerz des eigenen Ablebens, denn der Tod kann schnell und schmerzlos kommen, wenn man ihn herausfordert. Vielmehr möchte man Jenen, die einen lieben, den Schmerz der Trennung ersparen.

Doch sind es nicht genau diese Menschen, für die man eben lieber selbst in den Tod gehen würde, als sie selbst sterben zu sehen?

Wenn man dann jedoch der eben genannten Idee folgt, ist das doch gerade der falsche Weg, bereitet man so doch viel mehr Schmerzen.

Denken wir nicht weit genug?

Vielleicht würde es uns einfach zu herzlos erscheinen, seine Liebsten sterben zu lassen, aus welchen Beweggründen auch immer.

Oder sind wir am Ende doch so egoistisch, unser eigenes Leben über das der Anderen zu stellen?

Ich denke, es ist Ersteres.
 

Fiòa, meine kleine Schwester, hatte Gestern Geburtstag. Sie müsste nun dreizehn Lenzen zählen.

Jedenfalls, wenn sie noch lebt, denn ich habe nie wieder etwas von ihr gehört, seit dem ich Sádreth verlassen habe.

Ich vermisse sie.

Ich vermisse meine Eltern.

Ich vermisse meinen Großvater.

Ich will nicht weiter darüber schreiben, es bringt mir zu düstere Gedanken.

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