Was niemand bemerkt

Rodgar Wogenwolf
21. Juni 2008 • Kommentare: 2

Es ist Nacht,kalt und windig.Die Blätter krallen sich mit aller Gewalt an ihre Äste und somanches Vermag sich nicht halten zu können,wird fortgerissen und tanzt in den böhen des Mitternächtlichen wehens bis es in der Dunkelheit verschwindet.Der Mond steht hoch und voll,strahlt zwischen den Wolken hindurch als wolle er sich verstecken.Wie feine seidene fäden ziehen sich seine Lichtbündel durch den leichten Nebel der niederungen am rande der Mückenwassermoore.
Vor den Stadelfällen fällt der Blick in richtung der Wetterspitze die wie der drohend erhobene Zeigefinger einer vom Schatten heimgesuchten Welt in die höhe ragt.Kleine Staubwirbel tänzeln,ständig die richtung wechselt über die Steppen der einsamen Lande.Es ist Totenstill….einzig der ruf einer Eule durchsticht den Klagend lautlosen Mantel der bedrückenden Nacht.Auf einem Hügel sitzt,hoch zu Ross wie schon so oft der Schwarze Reiter.Er sitzt aufrecht, wachsam obgleich man meinen könnte er schläft.Die Augen geschlossen lauscht er in die Dunkelheit als würde er auf etwas warten oder auf jemanden.Die Unterarme ruhen locker auf den Schwertknäufen,die Wappen der Schulterpolster blitzen im fahlen Mondlicht und so könnte man denken ein Bild aus alten geschichten zu erkennen.
Der Reiter saß da und rührte sich nicht und auch das Pferd bewegte sich nicht,gab nicht den kleinsten laut von sich.Stunden standen sie da.Der reiter hob langsam den Kopf und wie aus dem nichts und annähernd lautlos trat ein Grauschimmel neben ihn,dessen reiter ihm nur leicht zunickte.Das Nicken fand erwiederung und im moment eines Augenzwinckerns war es als hätte dort nie jemand gestanden.Die Nacht war eine seltsame Nacht.In solchen Nächten entstehen legenden,Märchen,Mythen und somancher betrunkene sieht gar Gespenster oder Dämonen durch die Nebel ziehen.
Das ist nun schon einige Tage her.Der eine Ritt in richtung der Breelandsiedlungen,der andere verschwand in der Dunkelheit.
Die zeit für eine neue Wache ist gekommen,diesmal ist es nur ein anderer ort.Und wie schon so oft wird der Reiter nur da stehen,den blick auf die weiten des Landes richten,über die Häuser hinwegschauen auf etwas das vieleicht nur er sehen kann oder etwas das er erwartet zu sehen.
Begleitet von gedanken,bildern,gefühlen und gerüchen die so fest verankert sind wie die Federn der Vögel im Wind in ihren Halt finden.
So wird er dort stehen und warten bis er das bekannte Muster der Hufschläge auf den Strassen wahrnimmt.Das erwartete Bild sich ihm zeigt und er seine starre lösen und wieder Atmen kann.
Sein es Tage,Wochen,Monate oder bis die Sterne verglühen.Er wird warten.

  1. Elyawyn sagt:

    DAS ist einfach super geschrieben Rod! 😀

  2. Yvaine Linassay sagt:

    oh, wie schön geschrieben!!!

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